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Schule in Raitenbuch

 

Raitenbuch kann auf eine langjährige eigene Schulgeschichte zurückblicken. Bereits von 1695-1731 wird ein Mesner N. Leiner in Raitenbuch genannt. Der Mesner übte damals meist auch den Beruf eines Lehrers aus und zwar im eigenen Wohnhaus. - 1706 unterrichtet Leiner 15 Schüler gegen ein geringes Einkommen.

Nach des Mesners Tod (1731) bewirbt sich Johann Nikolaus Riedhammer (geb. in Unterbürg, seit 1702 in Raitenbuch verheiratet) - als Gegenbewerber von Leiners Sohn Josef - beim Generalvikar erfolgreich um den Schuldienst in Raitenbuch und übt ihn von 1731-1744 aus. -Sein Sohn Johann Nikolaus junior ist von 1744-1779 als Mesner und Lehrer tätig, zugleich auch Webermeister. Er heiratet die Schullehrerstochter Anna Maria Angerer von Oening. Nach einem Visitationsbericht von 1777 ist der Schul- und Webermeister J.N. Riedhammer mit 73 Jahren noch im Dienst. Die Schule beginnt nach Martini, „nicht wenige Schüler bleiben in der Fasten aus". Weder Oening noch Raitenbuch hat ein eigenes Schulhaus. Der Mesner unterrichtet jeweils in seinem Privathaus. Als weiterer Nachfolger ist Georg Riedhammer, „Schullehrer und Mesner, Weber ohne Stuhl" von 1779-1812 in Raitenbuch tätig. - Sein Sohn Martin Riedhammer unterrichtet von 1812-1837 im Mesnerhaus in unmittelbarer Nähe der Kirche.

Mit dem Bau eines eigenen Schulhauses in Oening 1836 wird Raitenbuch nach Oening eingeschult. Damit erlischt das Amt des Raitenbucher Schulmeisters im Hause Riedhammer. Das Mesneramt jedoch wird von Angehörigen der Familie Riedhammer bis auf den heutigen Tag fortgeführt - über 250 Jahre bereits! Vonder langjährigen Tradition der Raitenbucher Schulmeister im Riedhammerschen Mesnerhaus kündet noch heute der Hausname „beim Schulmoaster".

Das ehemalige Schulhaus